Europäische Expertise für KI-gestützte Cybersicherheit im Gesundheitswesen

Forschungsprojekt „Digital Health Security Research Hub“ an der Technischen Hochschule Brandenburg mit nationalen und internationalen Partnern gestartet.

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Prof. Dr. Michael Pilgermann, THB-Professor für Angewandte Informatik, insbesondere IT-Sicherheit, leitet das neue Forschungsprojekt DHS-RS. Foto: THB © Oliver Karaschewski

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Die am Projekt beteiligten Institutionen kamen am 5. Oktober zu einem virtuellen Kick-off-Meeting zusammen. Foto: Screenshot / THB

Mit einem virtuellen Kick-off-Meeting hat am Montag die Arbeit am neuen Forschungsprojekt „Digital Health Security Research Hub“ (DHS-RH) an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) offiziell begonnen. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Vorhaben bringt führende europäische Akteure zusammen, um die Cybersicherheit im Gesundheitssektor durch intensiven Wissensaustausch zu stärken. So sollen kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) effektiv vor Cyberangriffen geschützt werden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Pilgermann kooperiert die THB dabei eng mit den Technischen Hochschulen Ingolstadt und Nürnberg sowie internationalen Partnern, unter anderem aus Griechenland, Norwegen, Großbritannien und Spanien.

Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen zählen zu den kritischen Infrastrukturen und stehen zunehmend im Visier von Cyberkriminellen. Um dieser Bedrohung auf europäischer Ebene strategisch zu begegnen, ist am 15. September 2026 das Projekt DHS-RH an den Start gegangen. Das auf ein Jahr angelegte Projekt wird durch das BMFTR im Rahmen der Programmlinie „HAW-EuropaNetzwerke“ gefördert. Beim nun erfolgten Kick-off-Meeting haben die beteiligten Akteure die operativen Weichen gestellt.

Die Projektleitung liegt bei THB-Professor Michael Pilgermann, der an der brandenburgischen Hochschule bereits seit 2021 die Forschungsgruppe „MedSec – IT-Sicherheit in der medizinischen Versorgung“ leitet. Zu den zentralen Partnern auf nationaler Ebene gehören die Technische Hochschule Ingolstadt, vertreten durch Prof. Patrizia Heinl, sowie die Technische Hochschule Nürnberg, vertreten durch Prof. Dr. Andrius Patapovas. Zwischen den Institutionen und der THB besteht mit dem Arbeitskreis für Digitale Sicherheit in der Gesundheitsversorgung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) bereits seit mehreren Jahren eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit, die nun international erweitert wird.

Eine Plattform für Europas Cybersicherheit im Gesundheitswesen

Zentrales Ziel des DHS-RH ist es, die wissenschaftlichen Aktivitäten und die anwendungsorientierte Forschung im Bereich der KI-gestützten Healthcare-Cybersicherheit europaweit zu verzahnen. Da die aktuelle Forschung auf diesem Gebiet bislang meist isoliert stattfindet, erfordert die zunehmende Bedrohungslage eine konsequente Bündelung von Ressourcen und Wissen. Das Hub dient hierbei als zentrale Anlaufstelle zur Vernetzung von Forschenden und Praxispartnern sowie als Plattform für den kontinuierlichen Wissens- und Methodenaustausch.

„Die Cyberbedrohungslage macht auch für Gesundheitseinrichtungen nicht an Landesgrenzen halt. Mit dem Digital Health Security Research Hub schaffen wir eine nachhaltige Plattform, die europäische Expertise bündelt und der Praxis zugänglich macht. Wir binden aktiv Expertinnen und Experten sowie Ergebnisse aus laufenden und vergangenen Forschungsprojekten ein, um das Rad nicht zwei Mal zu erfinden. Über Wissenschaft und Industrie hinaus laden wir auch die Policy-Maker auf EU-Ebene herzlich zur Mitwirkung und Zusammenarbeit ein. So ermöglichen wir einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen und Lösungspotentiale für sichere digitale Gesundheitsinfrastrukturen“, betont Projektleiter Michael Pilgermann.

Das so aufgebaute Netzwerk soll bewusst über die Projektlaufzeit hinaus aktiv bleiben und nachhaltige Synergien schaffen. Ein erklärtes Ziel ist es, innerhalb des Netzwerks ein schlagkräftiges Konsortium aufzubauen, um sich bei der EU um weiterführende Fördermittel zu bewerben. So soll auch in Zukunft die europäische Cybersicherheit im Gesundheitswesen dauerhaft gestärkt werden.

Weiterführende Informationen und Kontakt:

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