Rund 3,5 Millionen Euro für den VFH-Zukunftscampus

Technische Hochschule Brandenburg leitet Innovationsprojekt im Verbund der VFH.

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Die VFH-Mitgliedshochschulen betreiben derzeit zwölf gemeinsame Online-Studiengänge. Foto: THB © Oliver Karaschewski

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Vier Arbeitspakete nehmen im Projekt VFH-Zukunftscampus vier unterschiedliche Perspektiven ein und greifen ineinander, um Studierende zu aktivieren. Grafik: VFH

Mit knapp 3,5 Millionen Euro unterstützt die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen des Förderprogramms „Die Welt ist mein Campus“ in den kommenden vier Jahren den Hochschulverbund VFH im Projekt „Zukunftscampus im Verbund der VFH“. Die projektleitende Einrichtung ist dabei die Technische Hochschule Brandenburg (THB), Projektleiter ist mit Prof. Dr. Martin Schafföner der Dekan des THB-Fachbereichs Informatik und Medien.

„Wir freuen uns sehr über die Förderzusage und die damit verbundene Anerkennung unserer innovativen Ansätze in der Hochschullehre“, sagt Martin Schafföner. „Mit dem VFH-Zukunftscampus wollen wir nicht nur die Lehre modernisieren, sondern Studierende aktiv in die Gestaltung ihres Studiums einbinden – besonders jene, die bereits als Berufstätige Verantwortung übernehmen. Sie sind keine passive Zielgruppe, sondern wertvolle Partner in der Bildung.“

Ein Ziel des Projektes sei die bessere Qualifizierung von Studierenden zur Arbeit in interdisziplinären, dynamischen Fachdisziplinen durch neue Module im Bereich Future Skills. Ein weiterer zentraler Aspekt sei die Ermöglichung von Teilabschlüssen (sogenannte Micro-Degrees), die schon frühzeitig für die Karriereentwicklung genutzt werden können. Ferner sollen Instrumente entwickelt werden, welche die Lehrarchitektur durch Anrechnung von beruflichen Kompetenzen durchlässiger gestalten und durch die Integration von praktischen Fragestellungen mit der Unternehmenspraxis vernetzen. „Ein weiteres Teilvorhaben ist die Unterstützung des berufsbegleitenden Studiums durch digitale Lern-Assistenz- und Monitoring-Systeme“, so Martin Schafföner.

Für die Umsetzung des VFH-Zukunftscampus wurden vier Arbeitspakete gebildet. Dabei soll auch das Potenzial der berufstätigen Studierenden zur Mitgestaltung der Lehre genutzt werden. „Hierdurch ergeben sich einzigartige Möglichkeiten der weiteren Vernetzung mit der Unternehmenspraxis“, ist sich der VFH-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans Georg Helmstädter sicher. „Eine Rückkopplung aus der Arbeitswelt in die Lehre und eine stärker gesellschaftsrelevante Ausbildung sollen im Rahmen des Projektes systematisch ausgebaut werden.“

Die antragstellenden Hochschulen im Verbundprojekt sind neben der THB die Berliner Hochschule für Technik, die Hochschule Emden/Leer und die Technische Hochschule Lübeck. Alle vier Hochschulen sind langjährige Mitglieder im VFH-Verbund (ursprüngliche Wortbedeutung: virtuelle Fachhochschule), dem insgesamt zwölf Hochschulen aus Deutschland und der Schweiz angehören. Gemeinsam betreiben sie derzeit zwölf Online-Studiengänge, in die aktuell rund 4300 Studierende eingeschrieben sind. An der THB beispielsweise betrifft dies die Studiengänge IT-Sicherheit (Bachelor of Science) sowie Medieninformatik (Bachelor of Science und Master of Science).

„Ein besonderes Merkmal des VFH-Verbundes ist es, dass die Lehre seit mehr als 20 Jahren kooperativ entwickelt und auf einer gemeinsamen Lernplattform betrieben wird“, sagt Hans Georg Helmstädter. Habe der inhaltliche Schwerpunkt ursprünglich auf Informatik und Wirtschaft gelegen, so sei die Vielfalt der Disziplinen über die Jahre gewachsen. „Mehr als die Hälfte der Studierenden in VFH-Online-Studiengängen sind parallel zum Studium berufstätig, was ein gutes Potenzial für den Wissenstransfer zwischen Praxis und Lehre bedeutet.“

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