Forschungsprojekte und neue Innovationen auf der Bühne des Audimax

Beim Technologie.Transfer.Tag. stellte die Technische Hochschule Brandenburg aktuelle Forschungsschwerpunkte vor und prämierte beim BraIn – Brandenburger Innovationspreis neue Projektideen.

Vier Männer stehen auf einer Bühne, im Hintergrund läuft eine Präsentation auf einer Leinwand - Klick öffnet Blidbetrachter

Heiko Guksch (links), 2024 selbst Gewinner beim BraIn, übergab die Preise in der Kategorie Innovation. Den 1. Platz belegte hier das Team „FillUp“. Foto: THB © Oliver Karaschewski

Zwei Frauen und ein Mann stehen auf einer Bühne - Klick öffnet Blidbetrachter

Dr. Linda Walter (Mitte) präsentierte die Idee von „narraltiv“, dem Siegerbeitrag in beim Startup-Award. Übergeben wurde dieser von Monika Schneider und Christian Anuth, zwei ehemalige Preisträger beim BraIn. Foto: THB © Oliver Karaschewski

Gruppenfoto auf einer Bühne mit vielen Menschen - im Hintergrund läuft eine Präsentation auf einer Leinwand - Klick öffnet Bildbetrachter

Abschlussfoto mit allen teilnehmenden Teams und der Jury beim BraIn – Bran-denburger Innovationspreis 2025. Foto: THB © Oliver Karaschewski

Wie praxisnah und interdisziplinär Lehre und Forschung an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) sind, davon konnten sich rund 200 Gäste am Donnerstag, 20. März 2025, beim Technologie.Transfer.Tag. überzeugen. Im Audimax der THB stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Forschungsvorhaben und Kooperationsprojekte vor. Beim BraIn – Brandenburger Innovationspreis wurden zudem vielversprechende neue Ideen und Gründungsvorhaben in den Kategorien Innovation und Startup ausgezeichnet.

„Seit zehn Jahren geben wir mit dem Technologie.Transfer.Tag. der Wissenschaft und unserer Forschung eine Bühne und bringen sie gleichzeitig mit der Wirtschaft zusammen“, sagt THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms. „Der Austausch mit den regionalen Unternehmerinnen und Unternehmern ist für uns essentiell, da er uns zeigt, welche Themen für sie gerade wichtig sind. Das gibt uns wiederum wichtige Impulse für unsere Arbeit.“ Zeit zum Austausch gab es am Rande der Veranstaltung immer wieder, zum Beispiel bei einem Get-together nach dem Programm.

Zunächst standen jedoch die aktuellen Forschungsschwerpunkt der THB im Mittelpunkt. So referierte etwa Prof. Dr. Thomas Rennemann zum Thema „Führung im digitalen Zeitalter – Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung im Management“. Unter dem Titel „Fest, flüssig, gasförmig“ blickte Prof. Dr. Kirsten Harth auf die Dynamik von Granulaten und Kontaktlinien in Beispielexperimenten. Und Philipp Kersten stellte das Thema „Sensorik in Bewegung: Vorausschauende Wartung für die Mobilität von morgen“ vor.

Auch konkrete Transfer- und Kooperationsprojekte wurden präsentiert. Über „Qualitätssicherung in der Additiven Fertigung: virtuelle Werkstoffprüfung und Prozessüberwachung für die Herstellung fehlerfreier Bauteile“ berichteten Prof. Dr.-Ing. Sven-Frithjof Goecke sowie Dr.-Ing. Klaus Krüger vom Praxispartner GMBU. „Virtuelle Triebwerksentwicklung mit Verfahren der künstlichen Intelligenz: Zusammenarbeit von Forschung und Industrie für technologische Innovation“ lautete das Thema vom Prof. Dr.-Ing. Peter Flassig mit seinen Kooperationspartnern Maren Fanter (Rolls-Royce Deutschland) und Carsten Fütterer (Friendship Systems).

Spannender Abschluss des Technologie.Transfer.Tages. war die Preisverleihung mit den besten Teams beim BraIn – Brandenburger Innovationspreis, die sich zuvor in dreiminütigen Pitches der Jury und dem Publikum präsentiert hatten. In den beiden Kategorien Innovation und Startup wurden dabei Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.000 Euro vergeben, gesponsert von regionalen Unternehmen.

Den ersten Platz in der Kategorie Innovation belegte das Team „FillUp“ mit Camillo Fillinger, Christian Hervé Nan-Nan und Patrick Scheffler. Ihre Idee ist ein smartes Refill System mit automatisierten Nachfüllstationen zum Beispiel in Supermärkten. Ein intelligenter Mehrwegbehälter mit integrierter Reinigung soll für Einzelhändler die Kosten für Einwegverpackungen senken und den Kunden günstigere Nachfüllungen ermöglichen. Gesteuert wird das System einfach per App oder Touchscreen.

Das Tool „narraltiv“ zur Hassrede-Analyse und Narrativ-Generierung von Dr. Linda Walter und Simon Liedke wurde zum Sieger in der Kategorie Startup gewählt. Unter Einsatz von künstlicher Intelligenz kategorisiert es Hasskommentare in sozialen Medien, erfasst deren Kontext und generiert ein passendes Antwortnarrativ. Mit ihrem Tool möchten die Preisträger Medien und Unternehmen unterstützen, Hass und Spaltung zu begegnen.

Zusätzlich wurde auch ein Publikumspreis vergeben, bei dem das Thema Nachhaltigkeit besonders im Fokus stand. Die Gäste im Audimax stimmten hierbei mehrheitlich für das Projekt „Food Be Good“ von Alice Warkentin und Zain Ul Ebad. Hierbei handelt es sich um ein Foodsharing-Abo, bei dem die Nutzer Mahlzeiten aus Lebensmittelresten in teilnehmenden Kantinen bekommen können.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger beim BraIn – Brandenburger Innovationspreis 2025:

Kategorie Innovations-Award:

  • 3.000 Euro für Camillo Fillinger, Christian Hervé Nan-Nan und Patrick Scheffler, die mit FillUp ein smartes Refill System entwickeln wollen.
  • 2.000 Euro für Gregor Ruhland, Cora Leiffheit und Merle Boenke, die mit Hivestream an einer alternativen Streaming-Plattform mit dynamischem Wachstumsmodell arbeiten.
  • 1.000 Euro für Aya Alkassas und Baraa Alsaid mit ihrer App TimeFlow für ein effektives und individuelles Zeitmanagement.
  • Außerdem dabei: Nico Rückner und Fabian Walther, die mit BariStar mit den Bestellprozess in Systemgastronomien verbessern wollen.

Kategorie Startup-Award:

  • 3.000 Euro für Dr. Linda Walter und Simon Liedke, die mit narraltiv ein Tool zur Hassrede-Analyse und Narrativ-Generierung entwickelt haben.
  • 2.000 Euro für Tobias Mertin, der mit der App Explory touristische Stadterkundungen mittels eines virtuellen Audio Guides anbietet.
  • 1.000 Euro für Alice Warkentin und Zain Ul Ebad mit ihrem Foodsharing-Abo Food Be Good, das Reste aus Kantinen an die Nutzer vermittelt.
  • Außerdem dabei: Dr. Linda Walter und Dr. Luana Martin-Russu, die mit Sustainability Experience Lab Unternehmen mit dem Ansatz der Gamification beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen sowie Morel Tchoubou Wamba, der mit Mosika Künstlern eine Verkaufsplattform zur Verfügung stellt.
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