Von der Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) konnten sich am Montag die Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, und der Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel, Daniel Keip, überzeugen. THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms empfing die Gäste auf dem Campus der Hochschule und begleitete sie bei ihrem Besuch.
Erste Station war das KI-Labor des Fachbereichs Informatik und Medien. Stellvertretend für die KI-Gruppe des Fachbereichs gaben Prof. Dr. Darya Kastsian und Diplom-Informatiker Ingo Boersch Einblicke in das Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz. Sowohl in der Lehre als auch in der Forschung hat sich die KI inzwischen zu einem zentralen Schwerpunkt an der THB entwickelt. Neben Large Language Models (Programmen, die Sprache verstehen und erzeugen) stehen auch Prototypen intelligenter Roboter sowie multimediale Sprachmodelle im Mittelpunkt. Diese sogenannten Vision Language Models verarbeiten Bild und Text gemeinsam. Sie können Objekte nicht nur erkennen, sondern Bilder außerdem beschreiben und Fragen dazu beantworten.
Entsprechende Live-Demonstrationen rundeten den Besuch des KI-Labors ab. Dabei wurde zum Beispiel das Forschungsprojekt SCALE-C präsentiert, bei dem es um die KI-gestützte Erstellung kurzer, interaktiver Lerneinheiten auf dem Gebiet der Cybersecurity geht. Hierbei arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete in einem interdisziplinären Team zusammen mit ausgewählten Anwendungspartnern aus dem öffentlichen und sicherheitsrelevanten Bereich an konkreten Anwendungsfällen.
Wie sich das Interesse an Technik schon früh wecken und fördern lässt, konnten Ministerin Schüle und Oberbürgermeister Keip bei Ihrem Besuch in der Offenen Werkstatt des Fachbereichs Technik unmittelbar erleben. Ob beim Löten, Lasern oder in der Holzbearbeitung – seit 2016 bringt die Offene Werkstatt mit vielfältigen Angeboten und Veranstaltungen junge Menschen mit Technik in Kontakt und erreicht inzwischen mehr als 5.000 Personen pro Jahr. Prof. Dr.-Ing. Martin Kraska, Gründer und wissenschaftlicher Leiter der Offenen Werkstatt, stellte das breite Repertoire gemeinsam vor mit Werkstattleiter Sebastian Schachel und Karolin Teichmann, Projektmanagerin für meet2mint.
Dabei wurde deutlich, dass die Offene Werkstatt weit mehr ist als ein Lernort für Schulklassen und Workshops. Studierende nutzen sie, um Prototypen zu bauen und Wissen aus den Vorlesungen direkt anzuwenden. Auch Unternehmen greifen auf die Möglichkeiten der Offenen Werkstatt zurück, um Ideen zu testen und Projekte voranzubringen. Darüber hinaus nutzen Bürgerinnen und Bürger aller Generationen die Angebote, etwa um defekte Geräte zu reparieren oder eigene Vorhaben umzusetzen. Dabei profitieren alle von der umfassende Werkstattausstattung und der fachlichen Begleitung durch das Team. Durch zahlreiche Kooperationen ist die Offene Werkstatt zudem gut vernetzt in der Region und trägt aktiv zu deren Gestaltung bei.
Ein besonderes Beispiel dafür ist die Build & Create, die am 27. Juni 2026 auf dem THB-Campus stattfindet. Die Mitmachmesse für Kinder und Jugendliche lädt dazu ein, Technik, Handwerk und kreative Gestaltung praktisch zu erleben. An zahlreichen Mitmachständen können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden, eigene Werkstücke anfertigen und unterschiedliche handwerkliche sowie kreative Techniken ausprobieren.

